Punkt 16 - Kappler-Mühle

Kappler-Mühle

Schon seit dem Jahre 1580 steht an dieser Stelle eine Mahlmühle, deren Wasserrad mit Hilfe des Wassers aus der Spree angetrieben wurde. In Schirgiswalde gab es spreeabwärts drei weitere Mühlen: die Papiermühle, die Stadtmühle und die Neue Mühle (zuletzt Kloß-Mühle, nach ihrem Besitzer, Familie Kloß genannt). Die beiden letzteren waren ebenfalls Mahlmühlen, in denen das Getreide der umliegenden Bauern verarbeitet wurde.

Die ursprüngliche Mahlmühle der Kappler-Mühle wurde später um ein Sägegatter und eine Holzschleiferei für die Belieferung der Schirgiswalder Papiermühle erweitert. Diese Anbauten brannten aber 1928 ab. Damit endete auch der Betrieb der Mühle.

Eigentümer waren unter anderem das Bautzener Domstift St. Petri und die Bautzener Papierfabriken. Der Name der Mühle bezieht sich auf einen früheren Pächter. In der Mühle war Anfang des 20. Jhd. auch eine Bäckerei eingerichtet. Es wohnten außer dem Müller meist auch noch andere Familien hier. So wurden zwischen 1799 und 1880 zum Beispiel 34 Kinder in diesem Haus geboren.

Nahezu das ganze 20. Jhd. zeigte sich die Mühle als verputztes Gebäude mit verbrettertem Obergeschoss. Nach dem Erwerb durch die jetzigen Besitzer, Familie Heimann, im Jahre 1995 kamen bei Sanierungsarbeiten unter dem Putz im Erdgeschoß Umgebindeständer zum Vorschein. Heimanns entschlossen sich zur Rekonstruktion der Umgebindekonstruktion und zu einer Erneuerung des Fachwerkes im Obergeschoss. So entstand durch großes Engagement der Eigentümer die Mühle in ursprünglicher Schönheit als Umgebindehaus wieder und ist ein Schmuckstück in Schirgiswalde geworden.

Danke dem Sponsor dieser Tafel

Familie Düring/ Bartsch