Punkt 11 - Evangelische Michaeliskirche Schirgiswalde
Evangelische Michaeliskirche
Im bisher stark katholisch geprägten Schirgiswalde entstand nach dem Anschluss an Sachsen 1845 durch Zuzug evangelischer Einwohner bald eine evangelische Gemeinde. In ihr wuchs die immer größer werdende Sehnsucht nach einer eigenen evangelischen Kirche. Die Kirchenältesten um Sanitätsrat Dr. Krutzsch nahmen diesen Wunsch auf und suchten nach Möglichkeiten. Bis dahin mussten die evangelischen Christen zum Gottesdienst nach Crostau laufen.
Der Grundstein für die heutige Michaeliskirche wurde am 2. Mai 1895 gelegt. Die Einweihung konnte am 28. September 1896 gefeiert werden.
Die ursprünglichen drei Glocken, welche in Leipzig gegossen wurden, mussten im 1. und 2. Weltkrieg abgenommen werden. Heute hat die Kirche nur noch zwei Glocken. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kirche innen grundlegend erneuert. Die ursprünglich neugotische Ausstattung wurde Anfang der 60iger Jahre gegen eine modernere Einrichtung ausgetauscht. Die ebenfalls in dieser Zeit entstandenen drei neuen Glasfenster im Altarraum ersetzten das Altarbild. Sie sind gegliedert in Schöpfung, Kreuzigung und Auferstehung. Das dritte Fenster zeigt den Erzengel Michael, den Namensgeber der Kirche.
Die Orgel von der Firma Eule aus Bautzen ist noch heute erhalten und wurde mit einem neues Prospekt (Gehäuse) versehen. Die letzte Innenrenovierung dieser Kirche erfolgte 2021/2022 und wurde durch LEADER-Mittel unterstützt.
Da innerhalb der Stadt kein Platz für einen Evangelischen Friedhof zu finden war, befindet sich dieser als Waldfriedhof mit einer Kapelle in Richtung Wehrsdorf.
(Text: Christine Düring)
Danke dem Sponsor dieser Tafel
RICHTER Fördertechnik und Metallbau GmbH