Punkt 1 - Alte Schmiede

Alte Schmiede

Der Weg der Wanderer und Kaufleute aus dem Budissiner Gefilde, die der Spree flussaufwärts hinauf zu den neuen Dörfern in den Bergen folgten, war einst beschwerlich und führte hier an einer Furt über den Fluss. Oft war Hilfe nötig, wenn man mit Pferd und Wagen den schweren Übergang bewerkstelligen wollte. Gab es Schäden an Fahrzeug oder Ross, hatten Wagner (Wagenbauer) und Schmiede viel zu tun. Bereits 1578 fand hier eine Schmiede erste urkundliche Erwähnung.

1684 wurde Heinrich Nitzsche als Gründer der „Incorporierten Innung“ (vereinigte Handwerkerinnung) genannt . Über viele Jahre entwickelte sich diese alte Rittergutsschmiede - stets von Söhnen oder Schwiegersöhnen der Familie weitergeführt - zu einem modernen Schlosserei- und Metallbaubetrieb, der bis zu 23 Angestellte zählte.

Die Firma führte auch Großaufträge aus, z.B. 1923 eine riesige, eiserne Wendeltreppe für die Reichsmonopolverwaltung in Wilthen (für die Alkoholherstellung), die in mehreren Teilen auf dem Nachbargrundstück vormontiert wurde. Auch die schönen Ausleger mit Zunftzeichen über einigen Geschäften von Schirgiswalde wurden hier angefertigt.

Ursprünglich bestand die Schmiede aus einem Umgebindehaus, welches 1815 nach einem Brand neu errichtet wurde. Das heutige Wohn- und Geschäftshaus entstand 1890.

Ernst Teubner - der heutige Namensträger/Namensgeber der Firma - war 1873 durch Heirat nach Schirgiswalde gekommen. Nach dessen Sohn Georg (ab 1917), übernahm 1950 Johannes Teubner die Firma, bis diese 1972 in „Volkseigentum“ überging. Er durfte jedoch als Leiter im VEB Späneförderanlagen weiter fungieren.

1990 wurde die Firma reprivatisiert und die Ernst Teubner GmbH gegründet. Johannes Teubner blieb noch bis zu einem schweren Schlaganfall 2001 in der Firma tätig. Sein Neffe und heutiger Inhaber übernahm das Geschäft 1991 und sorgt nun mit seinen Mitarbeitern dafür, dass das Schmiedefeuer hier nicht verlöscht

Danke dem Sponsor dieser Tafel

FTR Fenster- und Türenwerk Rösler GmbH